Schlitzer Bote, 15. August 2005

 
     
 

Abschlusskonzert des Intensivkurses
Blues, Boogie-Woogie, Stride Piano

 
 

FOTOS: BERNHARD DIEHL

 
 

SCHLITZ     Standing Ovations gab es beim Abschlusskonzert des TASTENKOLLEG-Intensivkurses für die 6 Kursteilnehmer und den Kursleiter Helge Barabas. Auf dem Programm stand diesmal keine "klassische" Musik wie sonst auf Schloss Hallenburg, sondern Blues, Boogie-Woogie, Ragtime und Jazz. Die Zuhörer im voll besetzten Gartensaal genossen die Darbietungen sichtlich. Manche hielt es gegen Ende kaum noch auf den Sitzen.

Das Konzert bildete den Abschluss des TASTENKOLLEG-Intensivkurses, der vom 1.-5. August bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in Schlitz statt fand. Sechs engagierte Klavierspieler im Alter von 30 bis 65 Jahren trainierten eine Woche lang intensiv die Besonderheiten von Blues und Blues-verwandter Musik am Klavier. Die einmaligen Bedingungen auf Schloss Hallenburg gefielen Teilnehmern und Kursleiter so gut, dass in Zukunft die meisten Intensivkurse in Schlitz statt finden sollen.

Bereits am Anfang des Abschlusskonzertes sprang der berühmte Funke auf das Publikum über, als Rainer Honisch den berühmten "Honky Tonk Train" spielte, der als erster Boogie-Woogie überhaupt gilt. Im Duo mit Robert Kaiser zeigte Rainer dann seine Fähigkeiten auf der Blues-Harp (Blues-Mundharmonika). Danach gab es südamerikanische Klänge zu hören, als Gerda Rösch ihre Klavier-Version von "The Girl from Ipanema" interpretierte, die sie im Kurs neu einstudiert hatte. Volker Czauderna spielte " Go str8 4 it", einen Boogie-Woogie von Christian Willisohn, und ließ mit dem " Charleston" die 20er-Jahre wieder lebendig werden. Nach New Orleans fühlten sich die Zuhörer versetzt, als Robert Kaiser mit seiner unglaublich "schwarzen" Stimme zwei Blues-Balladen sang, wobei er sich selbst einfühlsam am Klavier begleitete. 

 

Max Raff und André Huthmann beim vierhändigen Boogie-Woogie.

Nach der Pause konnten die Gäste bei drei bluesig-jazzigen Stücken das Improvisationstalent von Max Raff bewundern. André Huthmann schließlich beeindruckte bei drei Rock- und Boogie-Woogie-Titeln mit seinem unglaublichen Groove der linken Hand. Kursleiter Helge Barabas rundete das Programm mit drei Titeln aus seinem Konzertprogramm ab, wobei er auch klassische Elemente in sein Spiel einbezog.

Die Freude, mit der alle Kursteilnehmer während des Intensivkurses musiziert hatten, war deutlich zu spüren und übertrug sich auch auf das Publikum. Mit zwei Zugaben bedankten sich Kursleiter Helge Barabas und die Teilnehmer für den lange anhaltenden Beifall.

Rainer Honisch und Robert Kaiser haben den Blues.

Schnappschuss vom Kurs

Verbeugung.

Standing Ovations.